EWR 3 (2004), Nr. 3 (Mai/Juni 2004)

Integrationspädagogik – eine Sammelbesprechung

Dorothea Blendinger/Marlene Diehnelt (Hrsg.)
Kooperation zwischen Klassen
Voneinander lernen in heterogenen Gruppen
Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2003
(186 Seiten; ISBN 3-7815-1252-5; 17,00 EUR)
Irene Demmer-Dieckmann/Bruno Struck (Hrsg.)
Gemeinsamkeit und Vielfalt
Pädagogik und Didaktik einer Schule ohne Aussonderung
Weinheim/München: Juventa 2001
(264 Seiten; ISBN 3-7799-1077-2; 23,00 EUR)
Ewald Feyerer/Wilfried Prammer
Gemeinsamer Unterricht in der Sekundarstufe I
Anregungen für eine integrative Praxis
Weinheim, Basel, Berlin: Beltz 2003
(204 Seiten; ISBN 3-407-57208-5; 15,90 EUR)
Olga Graumann
Gemeinsamer Unterricht in heterogenen Gruppen
Von lernbehindert bis hochbegabt
Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2002
(248 Seiten; ISBN 3-7815-1174-X; 17,50 EUR)
Beatrix Lumer
Integration behinderter Kinder
Erfahrungen; Reflexionen; Anregungen
Berlin: Cornelsen Scriptor 2001
(128 Seiten; ISBN 3-589-05058-6; 12,95 EUR)
Kooperation zwischen Klassen Gemeinsamkeit und Vielfalt Gemeinsamer Unterricht in der Sekundarstufe I Gemeinsamer Unterricht in heterogenen Gruppen Integration behinderter Kinder Die Diskussion um den Gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen fokussiert sich seit etwa 10 Jahren auf die Frage, wie ein Unterricht in heterogenen Gruppen gestaltet werden sollte. Dabei steht zunehmend der Begriff der "Integrationspädagogik" in der Kritik, der einen "besonderen" Unterricht in integrativen Lerngruppen begründen soll. Kritiker führen zu Recht an, dass es sich dabei stattdessen um einen methodisch abwechslungsreichen Unterricht handele, der auf reformpädagogischen Wurzeln basiere und der den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen einer heterogenen Lerngruppe Rechnung trage – und insofern die Zuweisung einer "besonderen" Pädagogik nicht bedürfe.

Unter dieser Prämisse sollen fünf Veröffentlichungen aus den letzten drei Jahren kritisch betrachtet werden, die sich allesamt mit "integrativer" Pädagogik befassen: drei Monographien (Graumann; Blendinger/Diehnelt; Feyerer/Prammer) sowie zwei Sammelbände (Demmer-Dieckmann/Struck; Lumer). Allen fünf Bänden ist gemeinsam, dass sie den Umgang mit der Heterogenität in der Schule in den Mittelpunkt stellen – wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven. Alle ausgewählten Bände - bis auf Graumann – mit einem schulpraktischem Fokus; Schwerpunkt sind somit didaktisch-methodische Fragen. Legitimatorische, bildungspolitische oder Theoriekonzepte werden lediglich bei Graumann und Feyerer/Prammer angesprochen. Diese Auswahl scheint somit geeignet, der eingangs genannten Frage nachzugehen.

Begonnen werden soll mit dem von Beatrix Lumer herausgegebenen Sammelband, da er das breiteste Themenspektrum aufweist – vom Perspektivwechel in der Sonderpädagogik (Münch), über Diagnostik (Willenbring), Rechenschwierigkeiten (Fritz/Riecken), Lesenlernen (Middendorf/Möller), Öffnung von Unterricht (Peschel), bis hin zur Schulentwicklung (Lumer). Die Herausgeberin formuliert als Anspruch "Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung und die unterschiedlichen Erfahrungen aus der Praxis des Gemeinsamen Unterrichts ... in ihrer Bedeutung für die tägliche Arbeit in der Grundschule mit heterogenen Lerngruppen" aufzubereiten (Vorwort). Diesem Anspruch kommt der Band in Bezug auf Wissenschaft und Forschung voll nach, da bis auf zwei alle Autoren aus dem universitären Lehrerausbildung kommen und dieser Hintergrund den Beiträgen auch anzumerken ist.

Als Hilfe für die tägliche Arbeit in der Grundschule können die einzelnen Beiträge lediglich einen Einstieg in das jeweilige Thema darstellen. So werden für die Kulturtechniken Rechnen und Lesenlernen jeweils knappe Übersichten über grundlegende Lernvoraussetzungen gegeben. Ebenfalls als "Einstiegshilfe" ist der Beitrag über die Öffnung von Unterricht zu sehen, der auf den Aspekt der Prävention fokussiert. Das Thema "Diagnostik" ist auf die systemische Sichtweise verengt, andere relevante Aspekte (z.B. die Verknüpfung von Diagnostik und Förderung) fehlen. Der kontextuelle Stellenwert des Beitrages von Gehrmann/Hüwe bleibt allerdings unklar. Hier wird in einem "Alphabet des Gemeinsamen Unterrichts" doch relativ oberflächlich über grundlegende Fragen hinweggegangen.

Als Fazit dieses Sammelbandes kann festgehalten werden, dass er nichts grundsätzlich Neues darbietet. Zu allen angesprochenen Themenbereichen gibt es ausführlichere und praxisbezogenere Literatur. Zu empfehlen wäre dieser Sammelband lediglich als erste "Einstiegslektüre" für einen guten Unterricht – nicht nur für heterogene Gruppen.

Die äußere Gestaltung entspricht dem Konzept von Cornelsen Scriptor als Ratgeberlektüre, insofern erleichtern die graphisch hervorgehobenen Beispiele und die einige eingefügte Übersichten die Lesbarkeit. Zu bemängeln sind lediglich fehlende Autorenangaben im Inhaltsverzeichnis.

Der von Irene Demmer-Dieckmann und Bruno Struck herausgegebene Sammelband beschreibt Konzept und Praxis der Laborschule Bielefeld und hat den Anspruch, die Realisierung der Spannungspole Gemeinsamkeit und Vielfalt in heterogenen Lerngruppen aufzuzeigen. Dazu werden zunächst ausführliche Fallbeispiele vorgestellt, die einen vorzüglichen Einblick in das pädagogische Ethos der Laborschule geben (Demmer-Dieckmann; Baumann; Bambach). Auch der Unterricht der Laborschule wird exemplarisch aufgezeigt anhand von Beispielen aus der Primarstufe (Demmer-Dieckmann; Lenzen) und der Sekundarstufe I (Struck; Hofmeister; Fischer u.a.). Besonders hervorzuheben ist hier das von Fischer u.a. entwickelte Projekt "Geld oder Leben?" als Planspiel für den Jahrgang 9, das auf eine veränderte Unterrichtskultur in der Sekundarstufe verweist. Die von Struck/Lage beschriebene Kooperation hat über die besonderen Bedingungen der Laborschule hinaus sicherlich nur begrenzte Bedeutung – gleiches mag für die von Wischer dargestellten Ergebnisse einer Absolventenbefragung gelten.

Der enge Bezug der dargelegten integrativen Praxis zu einem Schulkonzept, das zwar für andere Schulen wegweisend sein sollte, aber aufgrund seiner besonderen Bedingungen (materiell, personell, strukturell) nur bedingt auf andere Schulen übertragbar ist, lässt die Frage nach den Transfermöglichkeiten stellen. Diese liegen sicherlich weniger in der direkten Übernahme des ausführlich beschriebenen methodisch-didaktischen Umgangs mit Heterogenität an der Laborschule, als vielmehr im Bewusstwerden der Spannungspole von Gemeinsamkeit und Vielfalt. In dieser Hinsicht ist der im Vorwort genannte Anspruch dieses Bandes eingelöst.

Lehrkräfte, die sich praktische Tipps für ihren eigenen integrativen Unterricht erhoffen, werden aufgrund anderer Rahmenbedingungen an ihrer Schule sicherlich nur begrenzt partizipieren. Adressaten hingegen, die sich eher über grundsätzliche Fragen in ihren integrativen Klassen Klarheit verschaffen wollen, werden eine Fülle von Antworten erhalten, die obendrein didaktisch geschickt in praktische Beispiele eingebunden sind.

Der Band ist gut strukturiert, enthält eine Reihe von Abbildungen, die den Text erläutern. Besonders positiv hervorzuheben sind umfängliche Literaturangaben – nicht nur zu den einzelnen Beiträgen, sondern auch in einer zusätzlichen umfangreichen Bibliographie mit relevanten Titeln.

Auch der Band von Ewald Feyerer und Wilfried Prammer bezieht sich auf ein konkretes Unterrichtskonzept, nämlich das der "Offenen Klassen an der Hauptschule Oberneukirchen in Oberösterreich" und bezieht sich demnach explizit auf die Sekundarstufe I. Die Bezeichnung des Konzepts ist hier auch Programm, denn "die Verwirklichung einer integrativen Pädagogik ermöglicht es ..., allen Kindern gerecht zu werden. Hoch begabte Kinder werden ebenso individualisiert gefördert wie behinderte Kinder" (43). Dieser Band greift also die eingangs genannte Fragestellung dezidiert auf und bleibt ihr auch durchgängig treu.

Dem unterrichtspraktischen Teil vorangestellt werden eingängig formuliert sieben Thesen zur Integration, die in dem Fazit münden, dass Integration keine Frage des Ob, sondern des Wie sei (23). Der Überblick über den Stand der Integration in Österreich im 2. Kapitel kann als Hintergrundinformation für Organisationsmerkmale des beschriebenen Schulkonzepts gelten, die von der Ausgangssituation bis zu den Lehrplänen ausführlich dargestellt werden. Anders als bei Demmer-Dieckmann/Struck bleiben die Informationen über das Schulkonzept allerdings nicht so stehen, sondern werden durch eine ganze Reihe von Hinweisen ergänzt, die der Leserin Mut machen (sollen), mit der Umgestaltung der eigenen Schule im Sinne des vorgestellten Konzepts zu beginnen.

Die zentralen Merkmale (Differenzierung/Individualisierung, Leistungsbeurteilung, Auswirkungen auf die Schüler) werden jeweils begründet und mit vielfältigen Erfahrungen aus der Praxis belegt. So wird etwa zur Einführung von Freiarbeit und Wochenplan oder zur Durchführung von Projektunterricht hier nichts gänzlich Neues ausgeführt, doch was diese Teile so lesenswert macht, sind die mit den Praxisbeispielen verbundenen anfänglichen Unsicherheiten und Suchbewegungen des Lehrerteams um Wilfried Prammer, die letztlich in die beschriebene Praxis mündeten. Es finden sich somit vielfältigen Identifikationsmöglichkeiten, die den Adressaten ansprechen und eigene Veränderungsanstöße in Gang setzen (können). Dies wird obendrein erleichtert durch das Angebot, die vorgestellten Beispiele, Arbeitsblätter und Lernziellisten als CD von den Autoren zu beziehen.

Besondere Beachtung verdient das Kapitel über die Leistungsbewertung in heterogenen Gruppen, da dieser Aspekt in der Integrationsliteratur bisher kaum thematisiert wird. Die Diskussion erschöpft sich erfreulicherweise nicht in einer "Zensurenschelte", sondern zeigt brauchbare Alternativen auf (auch hier mit vielen Beispielen), die allerdings einen Transfer in die bundesdeutsche Schulbürokratie erfordern.

Der Band von Feyerer/Prammer zur Sekundarstufe I ist Teil einer Buchreihe von Jutta Schöler zur Integration von Menschen mit Behinderungen, die vom Luchterhand-Verlag begonnen und erfreulicherweise nun im Beltz-Verlag fortgesetzt wird. Die Intentionen der Herausgeberin der Reihe werden nicht nur im Vorwort deutlich, sondern auch in der sorgfältigen Bearbeitung durch zahlreiche Verweise auf bundesdeutsche Verhältnisse.

Auch der vierte hier vorzustellende Band von Dorothea Blendinger und Marlene Diehnelt ist eng auf die Praxis bezogen. Ausgewählt wurde dieser Band aufgrund seines Untertitels: "Voneinander lernen in heterogenen Gruppen". Eine erste Durchsicht lässt allerdings zunächst Zweifel aufkommen, was die Beschreibung des Projektes "jahrgangsübergreifende Kooperation" mit dem zentralen Anliegen dieser Sammelrezension zu tun hat.

Das von den Autorinnen beschriebene Projekt befasst sich mit der Schüler-Kooperation zwischen unterschiedlichen Klassenstufen (1. und 4. Klasse; 2. und 5. Klasse) unter der Zielsetzung, die soziale Kompetenz der Schüler zu erweitern. Nach einer kurzen fachlichen Annäherung (Aggressionsforschung, entwicklungspsychologische Grundlagen, Forschungsergebnisse zu jahrgangsübergreifenden Kooperation) nehmen die Beschreibungen konkreter Unterrichtseinheiten einen breiten Raum ein. Die beschriebene Kooperation wird begonnen mit eher spielerischen Aktionen und zunehmend auf schulische Lerninhalte ausgeweitet bis hin zu Lernpartnerschaften im Lesen- und Mathematiklernen. Dies wird ausführlich durch zahlreiche Beispiele belegt, die gut lesbar vom Text abgesetzt sind. Eine Straffung wäre an einigen Stellen durchaus angebracht gewesen.

Bei allen durchgeführten Vorhaben sind jeweils die älteren Schüler die "Anleiter" und insofern "Lehrer" für die jüngeren Schüler. Die Lehrkräfte berichten in einer qualitativen Beschreibung von erstaunlichen Veränderungen bei beiden Schülergruppen im Hinblick auf Sozialverhalten, Leistungsbereitschaft und Persönlichkeitsentwicklung, die sie an Fallbeispielen dokumentieren.

Gewürdigt werden soll im Rahmen dieser Rezension weniger das vorgestellte Konzept an sich (zu dem wegen des sehr einseitigen Kooperationsverhaltens einiges anzumerken wäre), sondern deren Bedeutung für den Unterricht in heterogenen Gruppen. Die Beschreibung des Konzeptes besticht durch seine Konkretheit und ist von den Lehrkräften realisiert worden unter ungünstigen Bedingungen und ohne zusätzliche Ressourcen. Es wird damit einmal mehr begründet, welche Chancen die vorhandene Vielfalt einer heterogenen Lerngruppe bietet. Dieses Buch sei ganz besonders den hartnäckigen Verfechtern des Homogenitätsdenkens im schulischen Alltag empfohlen – insbesondere aber denen, die für behinderte Schüler/innen in Integrationsklassen eine "Rundum-Betreuung" durch Sonderpädagogen fordern.

Aus dem Kanon der Praxisanleitungen bzw. -beschreibungen fällt der Band von Olga Graumann heraus, denn sie nähert sich dem Thema auf der Basis von Theorien und Forschungsergebnissen und kann damit als konzeptionelle Grundlage der vorgestellten Praxisbücher gelten. Mit ihrem zentralen Anliegen Unterrichtskonzepte vorzustellen, die für Schüler "von lernbehindert bis hochbegabt" (Untertitel) geeignet sind, greift sie einen Aspekt auf, der zwar vielfach in der Integrationsdiskussion angeführt wird, doch noch nie so dezidiert und gründlich aufgearbeitet worden ist. Ihr Anspruch "Heterogenität als Chance zu einem innovativen und förderlichen Unterricht" zu begreifen (Vorwort) wird einer gründlichen Theorierezeption unterzogen und mündet in zwei Beispielen aus der Praxis.

Ihre Annäherung an dieses komplexe Anliegen ist systematisch und damit einer Theorieanalyse angemessen: Heterogenität in der bildungspolitischen und pädagogischen Diskussion – Analyse von Lernstörungen/-schwierigkeiten/-behinderungen – Definition und Beschreibung von Hochbegabung – Diskussion von Homogenität versus Heterogenität – Didaktische Konzepte in heterogenen Klassen – Besonderheiten der Sekundarstufe – Schulentwicklung.

Weite Teile – etwa die Kapitel über Lernbehinderung und Hochbegabung – enthalten zwar nichts grundlegend Neues, doch werden sie zur Standortbestimmung angemessen rezipiert. In der Diskussion um Heterogenität (Kap. 4) werden zentrale Positionen von Feuser und Luhmann aufgegriffen, die Diskussion der 60er Jahre um Chancengleichheit nachgezeichnet sowie bekannte Ergebnisse zur Integrations- und Hochbegabtenforschung zusammengetragen. Breiten Raum nehmen didaktische Konzepte für den Unterricht in heterogenen Klassen ein, die hier unter lern- und entwicklungspsychologische Modellen, reformpädagogischen Konzepten und Modellen zur Öffnung von Unterricht systematisiert zusammengetragen sind. Insbesondere dieser Teil begründet dezidiert, das "integrative Pädagogik" kein besonderes Konzept darstellt. Stattdessen vermitteln die ausgewählten Theorien zum Lehren und Lernen "das Wissen, das unabdingbar notwendig ist, um grundsätzlich unterrichten, aber vor allem auch, um heterogenen Lerngruppen gerecht werden zu können" (190).



Zum Abschluss plädiert Graumann für ein Schulprogramm, dass von Heterogenität geprägt ist und führt dazu zwei Beispiele (einer integrativen Grundschule und einer Gesamtschule) aus. Damit wird ein breiter Bogen gespannt zwischen der Legitimation um Heterogenität (bildungspolitische Diskussion), über die Auseinandersetzung mit zentralen Begriffen (Lernbehinderung, Hochbegabung, Didaktik u.a.) hin zur praktischen Umsetzung. Der gedankliche Sprung von der Theorie zur Praxis mag einigen Praktikerinnen zu abrupt erscheinen, doch entspricht dies dem Konzept des Bandes, der in erster Linie Theoriewissen vermitteln will. Die formale Ausstattung (enge Schrift, wenig Absätze, kaum Abbildungen) sowie das ausführliche Literaturverzeichnis unterstreicht diesen Eindruck.

Empfohlen werden kann dieser Band vor allem als Studienbuch in der Lehrerbildung für alle Lehrämter – nicht nur für Sonderschullehrer. Aber auch Praktikerinnen sei insbesondere der Didaktik-Teil empfohlen, weil er Hinweise für praktisches didaktische Tun bietet, aber auch legitimatorische Argumente gegenüber leistungsorientierten Eltern.

Zum Schluss soll noch einmal auf die Ausgangsfrage Bezug genommen werden. Alle fünf Bände begründen – mehr oder weniger deutlich – eine Pädagogik, die für alle Schüler geeignet ist und belegen eindeutig, dass der Unterricht in Integrationsklassen kein "besonderer" ist. Das breite Themenspektrum (vom Schriftspracherwerb bis zur Schulentwicklung) verweist aber auch auf die vielfältigen Anforderungen, für die die vorgestellten Bände als Wegweiser zu einer "heterogenen Schulkultur" gelten können.
Ursula Mahnke (Leipzig)
Zur Zitierweise der Rezension:
Ursula Mahnke: Rezension von: Blendinger, Dorothea / Diehnelt, Marlene (Hg.): Kooperation zwischen Klassen, Voneinander lernen in heterogenen Gruppen, Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2003. Demmer-Dieckmann, Irene / Struck, Bruno (Hg.): Gemeinsamkeit und Vielfalt, Pädagogik und Didaktik einer Schule ohne Aussonderung, Weinheim/München: Juventa 2001. Feyerer, Ewald / Prammer, Wilfried: Gemeinsamer Unterricht in der Sekundarstufe I, Anregungen für eine integrative Praxis, Weinheim, Basel, Berlin: Beltz 2003. Graumann, Olga: Gemeinsamer Unterricht in heterogenen Gruppen, Von lernbehindert bis hochbegabt, Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2002. Lumer, Beatrix: Integration behinderter Kinder, Erfahrungen; Reflexionen; Anregungen, Berlin: Cornelsen Scriptor 2001. In: EWR 3 (2004), Nr. 3 (Veröffentlicht am 02.06.2004), URL: http://www.klinkhardt.de/ewr/78151252.html