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Linda Siefert

Das anorektische Ideal auf 'Pro Ana' Weblogs

Eine qualitative Studie zu einer virtuellen Inszenierungspraktik

Immer mehr Kinder und Jugendliche zeigen Symptome von Essstörungen. Gleichzeitig gehören Medien und das Erleben und Handeln in virtuellen Räumen inzwischen zur adoleszenten Lebenswelt.
Webseiten, die einen direkten Bezug zu Essstörungen aufweisen – sogenannte ‚Pro Ana‘ Webseiten – stellen somit eine Herausforderung für sonderpädagogisches Handeln dar.
‚Pro Ana‘ gilt es daher sowohl in ihrem Verführungsgehalt für Kinder und Jugendliche als auch in ihrer potentiellen Bedrohung zu verstehen, um einen angemessenen Umgang mit diesem Phänomen zu entwickeln.
Die vorliegende Arbeit legt ein gegenstandsangemessenes, kontextsensitives und am Subjekt orientiertes Modell zu ‚Pro Ana‘ vor, welches im Rahmen einer explorativen Studie entlang des Grounded Theory Forschungsstils entworfen wurde. Sensibilisierend werden hierbei Aspekte der klinischen Psychologie (Anorexia nervosa), Stränge der psychoanalytischen Theorie und (Forschungs-)Praxis ebenso einbezogen wie der Diskurs zur weiblichen Adoleszenz.
Perspektiven sonderpädagogischer Forschung
Herausgegeben von Christian Lindmeier, Birgit Lütje-Klose und Vera Moser
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2015. 319 Seiten, kartoniert
ISBN 978-3-7815-2058-5
46,00 EUR