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Raphael Zahnd

Behinderung und sozialer Wandel

Eine Fallstudie am Beispiel der Weltbank

Wissen Sie, was eine Behinderung ist? Mit dieser Frage beginnt dieses Buch, ohne jedoch im weiteren Verlauf eine Antwort zu formulieren. Vielmehr zeigt es anhand einer empirischen Studie, wie Behinderung in unterschiedlichen Kontexten verschieden konstruiert und verstanden wird. Datenbasis hierzu bilden Dokumente aus dem Archiv der Weltbank. Im Fokus der Analyse ist aber nicht die Weltbank als Organisation, es sind ihre Dokumente als Repräsentanten eines globalen Diskurses, die von Interesse sind. Behinderung aus weltgesellschaftlicher Perspektive zu fassen versuchen, ist das zentrale Anliegen dieses Buches.
Die auf nahezu 5000 Dokumenten basierende empirische Analyse, verbindet sich mit der theoretischen Rahmung zu einer umfassenden Perspektive und bringt den Behinderungsbegriff in einen engen Zusammenhang mit sozialem Wandel. Die Studie verweist auf politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen, die für die beschriebenen Veränderungen zentral sind und liefert wichtige Hinweise, weshalb sich ein relationales Verständnis von Behinderung in der westlichen Gesellschaft durchsetzen kann. Gleichzeitig wird aber auch sichtbar, was die Probleme innerhalb der analysierten Diskussionen sind. Sie finden sich unter anderem im westlichen Bias der Auseinandersetzung, der Frage nach Kosteneffizienz oder der abstrakten Abhandlung des Themas Behinderung.
Inklusion, Behinderung, Gesellschaft
Bildungs- und sozialwissenschaftliche Beiträge
herausgegeben von Ingeborg Hedderich und Gottfried Biewer
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2017. 263 Seiten, kartoniert
ISBN 978-3-7815-2163-6
42,00 EUR

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