Editorial
In der deutschen Erziehungswissenschaft fehlt es bislang an einer Rezensionszeitschrift, die aktuell und fachkundig aus der großen Masse der einschlägigen Literatur Werke auswählt und auf den Weg der erziehungswissenschaftlichen Diskussion bringt. Die "Erziehungswissenschaftliche Revue" (EWR) soll diese empfindliche Lücke in der deutschen erziehungswissenschaftlichen Zeitschriftenlandschaft füllen.
Neben einer informativen Darstellung von Neuerscheinungen möchte die EWR auch dem Trend entgegengewirken, dass der erziehungswissenschaftliche Diskurs in Spezialdebatten auseinanderbricht. Die EWR versteht sich dahingehend als Forum einer intradisziplinären Streitkultur. Darum sollen auch Diskussionen möglich gemacht werden.
Der Aufgabe einer aktuellen Information und Diskussion kann u.E. eine elektronische Zeitschrift in besonderem Maße gerecht werden, da hier die Beschränkungen der Printmedien (begrenzter Raum und relativ lange Produktionszeiten) keine Rolle spielen.
Veröffentlicht werden ausschließlich Originalbeiträge, die nur nach Rücksprache mit der EWR an anderer Stelle publiziert werden dürfen.
Angelehnt an die traditionellen Teilgebiete der Erziehungswissenschaft sind die Rezensionen in der EWR zunächst in folgende Fachgebiete unterteilt: Allgemeine, Historische und Vergleichende Erziehungswissenschaft, Schulpädagogik und Schulforschung, Sozialpädagogik, Erwachsenen- und Weiterbildung sowie Sonder- und Integrationspädagogik. Diese Einteilung bedeutet nicht, dass Neuerscheinungen aus den anderen Teilbereichen der Disziplin außer Acht gelassen werden sollen. Vielmehr arbeiten wir an einem Ausbau des fachlichen Spektrums. Doch soll eine zu feine Differenzierung mit der Gefahr einer Überspezialisierung in der Struktur der Zeitschrift vermieden werden.
Verbunden mit einer Mailing-Liste (Informationen zum Bezug der kostenfreien e-mail-Informationen u.a. erhalten Sie auf der Seite Kontakt) bzw. einem gedruckten Informationsservice geht die EWR somit ins Netz.
Wir hoffen, dass die EWR die selbstgesteckten Ansprüche erfüllen wird und würden uns freuen, wenn möglichst viele am erziehungswissenschaftlichen Diskurs Interessierte dieses Angebot wahrnehmen. Für Rückmeldungen über Form und Inhalt dieses Angebots sind wir dankbar.
Bad Heilbrunn, 25.3.2002 / 7.4.2003
Redaktion und Verlag der Erziehungswissenschaftlichen Revue
