Barbara Ortland (Hrsg.)

Die eigene Behinderung im Fokus

Theoretische Fundierungen und Wege der inhaltlichen Auseinandersetzung

„Kann ich mit meinen Schülern über ihre eigene Behinderung sprechen? Oder muss ich das sogar tun? Aber wie mache ich das am besten? Wann ist der geeignete Zeitpunkt?“ Dies sind Fragen, die sich Lehrer von Schülern mit sog. Körperbehinderung immer wieder stellen. Häufig bleibt die Unsicherheit, was der geeignete Anlass und wie ein adäquates Vorgehen sein könnte. Die Vermeidung des Themas der Behinderung scheint dann eine mögliche Strategie.
Das vorliegende Buch hat zum Ziel, auf die aufgeworfenen Fragen fundierte Antworten zu geben. Aus wissenschaftlicher Perspektive werden Grundlagen in den Bereichen Entwicklung des Selbstkonzeptes, Modelle und Ergebnisse der Coping-Forschung sowie empirische Ergebnisse dargestellt, die allesamt auf die Notwendigkeit verweisen, gerade im Jugendalter mit den Schülern die ‚Eigene Behinderung‘ zu thematisieren. Autobiografische Schilderungen veranschaulichen dies eindrücklich. Übergreifende pädagogische Hinweise sowie Ausführungen zu sechs Unterrichtsfächern (Ästhetische Erziehung, Deutsch, Medienerziehung, Religion, Sexualerziehung sowie Abschlussstufen-unterricht) vermitteln fachdidaktische Fundierungen und konkrete Anregungen zur unterrichtlichen Auseinandersetzung. Auf dieser Grundlage kann das Thema der ‚Eigenen Behinderung‘ bei Schülern mit sog. Körperbehinderung und/oder geistiger Behinderung umgesetzt werden.
Cover Vergriffen, keine Neuauflage.
2006. 228 Seiten, kartoniert
ISBN 978-3-7815-1485-0